Ein Stück analoge Vergangenheit in der digitalen Zukunft


Bei der Abstimmung zum Projekt „Apokalypse Münsterland“ gab es einen klaren Favoriten

Welche kulturellen Schätze sollen auch künftigen Generationen erhalten bleiben?
Diese Frage bildet die Grundlage des Projektes „Apokalypse Münsterland“. Das rock’n’popmuseum macht mit.


Von Oktober bis Dezember haben vergangenes Jahr Musikfreunde entschieden, welches Exponat aus dem rock’n‘popmuseum in die Zukunft gesandt werden soll. Sechs Exponate standen zur Wahl, knapp 140 Stimmen meldeten sich in den zwei Monaten zu Wort.

„Es ist wichtig, den Ursprung zu kennen.“
Schnell zeigte sich: Es gibt einen klaren Favoriten: Mit großem Abstand wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das CAN-Mischpult an die Spitze. Und sie waren sich einig: Besonders dieses Exponat hat das Zeug dazu, den Menschen einer rein digitalen Welt Einblicke in das analoge Zeitalter zu geben. So lautet ein Kommentar: „Die heutige Technik entwickelt sich aus der gestrigen Technik. Es ist wichtig, den Ursprung zu kennen.“ Auch der Musiker Joachim Witt beteiligte sich an der Abstimmung und erklärte, warum gerade das Mischpult einen Platz in der Zukunft verdient hat: „Weil ich das Mischpult damals in Auftrag gegeben habe. Es wurde von einem versierten Techniker des Conny Plank Studios entworfen und gebaut! Es ist ein Unikat und ein absolutes Liebhaberobjekt auf höchstem technischem Niveau für die damalige Zeit. Es wurde Anfang der 80er Jahre gebaut und ich habe mit Rene Tinner einen Teil meiner Alben damit im Can Studio produziert.“

Das Projekt
Neben dem rock’n’popmuseum haben sich 27 weitere Museen und Ausstellungshäuser an dem regionalen Kultur- und Kooperationsprojekt „Apokalypse Münsterland“ beteiligt
und darüber abstimmen lassen, welche kulturellen Objekte in die Zukunft gehören. Demnächst werden alle ausgewählten Stücke in einer mobilen Ausstellung zu sehen sein. Mehr Informationen gibt es unter: https://apokalypse-muensterland.de/ oder https://www.instagram.com/apokalypse_muensterland/

Angeleitet wurde das Projekt durch den Münsterland e. V. zusammen mit weiteren Kooperationspartnern aus der Region: FH Münster, Fachbereich Architektur (MSA | Münster School of Architecture), BOK + Gärtner GmbH (Agentur für Kommunikationsdesign und Szenografie) und das FabLab Münster des münsterLAND.digital e.V.

 

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